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Abteilung Schütz


Abteilung Schütz
Moderne magnetische Systeme

Magnetische Materialien spielen in unserem Alltag und in innovativen Techniken eine bedeutende Rolle wie z. B. auf dem Gebiet der magnetischen Datenspeicherung, Sensorik, Motorik und Energieumwandlung. Gerade im Zusammenhang mit den heute verfügbaren Möglichkeiten, moderne, künstliche Funktionswerkstoffe und Materialsysteme auch auf atomarer Skala masszuschneidern, zeigt der Magnetismus immer wieder unerwartete und überraschende Phänomene, die neue Einblicke in die grundlegende Festkörperphysik liefern und zum Teil hohes technologisches Potenzial beinhalten.


Direktorin: Prof. Dr. Gisela Schütz

Heisenbergstr. 3 Tel.: + 49 711 689-1951
70569 Stuttgart Fax: + 49 711 689-1952

mail E-Mail: sekr.schuetz[at]is.mpg.de
linkWebsite Internet: http://www.is.mpg.de/de/schuetz



Die Forschung der Abteilung konzentriert sich auf den Bereich des Festkörpermagnetismus. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und Untersuchung maßgeschneiderter nanoskaliger Systeme, wie z. B. Vielschichten, laterale Sub-Mikrostrukturen, Hybridmaterialien und Cluster mit dem Fokus auf zukünftiges Anwendungspotenzial.

Die Forschungsaktivitäten umfassen sowohl das Design und die Charakterisierung mit Methoden, die zum Großteil auf der magnetischen Röntgenspektroskopie, Mikroskopie und Streuung mithilfe polarisierter Synchrotronstrahlung basieren, aber auch Raster- und Elektronenmikroskopische Verfahren beinhalten. Insbesondere werden Entwicklungen in der Hochfrequenztechnik eingesetzt, um zeitliche Auflösungen im Pico-Sekunden-Bereich für magnetische Röntgen- und optische Verfahren zu nutzen.


Ziel ist die Erforschung der Abhängigkeit der makroskopischen, magnetischen, statischen und dynamischen Phänome von mikroskopischen, physikalischen, chemischen, strukturellen und elektronischen Eigenschaften bis hin zur atomaren Skala. Sie untersuchen Hystereseverhalten, magneto-optische und magneto-elektrische Effekte und die Magnetisierungsdynamik von nanoskopischen massgeschneiderten Systemen.

Theoretische Arbeiten unterstützen diese Untersuchungen auf der Basis der ab-initio-Dichtefunktionalelektronentheorie, die mit verschiedenen phänomenologischen Theorien kombiniert wird. Dabei werden alle zur Erforschung der elektronischen, magnetischen und strukturellen Eigenschaften relevanten Skalen einbezogen. Mit mikromagnetischen Simulationen wird das statische und dynamische Verhalten beschrieben, auf Modellsysteme angewendet und auf reale Morphologien übertragen.


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© 2012, Max-Planck-Institut für Metallforschung, Stuttgart