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Geschichte
Institutsgeschichte
Emil Heyn (1867 bis 1922) gehörte zu den Gründungsvätern des Kaiser-Wilhelm-Institut für Metallforschung, das 1921 in Berlin-Babelsberg entstand. Aufgrund der Rezession mußte das Institut - trotz wissenschaftlich sehr erfolgreicher Tätigkeit - 1933 seine Tore in Berlin schließen.

Es konnte aber dank Förderung des Landes Württemberg, der Stadt Stuttgart und der Metall verarbeitenden Industrie schon 1934 in Stuttgart wieder eröffnet werden. Seit dieser Zeit ist es eng mit der Universität Stuttgart verbunden. Nach dem Krieg erhielt es nach Gründung der Max-Planck-Gesellschaft seinen heutigen Namen.

Ursprünglich erforschten die Stuttgarter Wissenschaftler ausschließlich Metalle und deren Legierungen. Dabei stand - in Ergänzung zum MPI für Eisenforschung in Düsseldorf - die Untersuchung von Nicht-Eisenmetallen im Vordergrund des Interesses. Das Institut hat über Jahrzehnte entscheidende Beiträge zur Konstitution, Plastizität, Elektronenleitung, Supraleitung und anderen kooperativen Phänomenen und Transportvorgängen in metallischen Systemen geleistet.

Im Verlauf der siebziger Jahren untersuchten die Wissenschaftler zunehmend nichtmetallische, insbesondere keramische Materialien. Gerade im Hinblick auf die "Höchtleistungskeramiken", die u. a. in der Luft- und Raumfahrt, im Automobilbau, in der Medizintechnik oder etwa als Isolatoren in Computern angewendet werden, haben die Forscher am MPI für Metallforschung materialwissenschaftliche Pionierarbeit geleistet.

Der historisch bedingte Name Metallforschung greift heute bei weitem zu kurz. Die Grenzen zwischen den klassischen Disziplinen Physik, Chemie und Lebenswissenschaften verwischen. Heute beschäftigt sich die materialwissenschaftliche Grundlagenforschung am Institut mit den grundlegenden Funktionen und Anwendungen von Nano-Biosystemen.



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© 2012, Max-Planck-Institut für Metallforschung, Stuttgart