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Das Max-Planck-Institut für Metallforschung ist seit seiner Gründung im Jahre 1921 als Kaiser-Wilhelm-Institut für Metallforschung eine führende Forschungsstätte auf dem Gebiet der Materialwissenschaft.
Bis zu 400 Wissenschaftler, darunter etwa 150 aus dem Ausland stammende Gäste, leisten die Forschungsarbeiten, unterstützt von Technikern und weiteren Mitarbeitern. Die Wissenschaftler sind in acht Abteilungen organisiert, die von jeweils einem Direktor und zugleich Wissenschaftlichem Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft geleitet wird (Prof. Dr. Siegfried Dietrich, Prof. Dr. Manfred Rühle, Prof. Dr. Ir. Eric Mittemeijer, Prof. Dr. Gisela Schütz, Prof. Dr. Joachim Spatz - derzeit sind drei Abteilungen nicht mit einem Direktor besetzt).
In jüngster Zeit sind am MPI-MF vier wissenschaftliche Nachwuchsgruppen entstanden. Diese kleineren Teams sind auf eine Aufenthaltsdauer von fünf Jahren am Institut angelegt und werden von exzellenten Nachwuchsforschern geleitet (Dr. Ana Garcia-Saez, Dr. Raquel Martin, Dr. Ralf Richter, Dr. Sylvie Roke). Außerdem ist im Jahr 2007 Prof. Dr. Clemens Bechinger zum Max Planck Fellow berufen worden. Herr Bechinger ist Leiter des zweiten physikalischen Instituts an der Universität Stuttgart.
Weltweit anerkannt ist die hohe Expertise des Instituts hinsichtlich der Analyse von Materialien. Dazu gehören Methoden der Röntgenbeugung und -absorption, der Neutronenstreuung, der Elektronen- und Röntgenmikroskopie, der Oberflächenanalytik sowie die kalorimetrischen, magnetischen und mechanischen Messtechniken. Mit dieser breiten Methodenbasis können die Stuttgarter Forscher komplexe Materialphänomene grundlegend aufklären.
Nicht zuletzt ermöglicht die enge Verzahnung der klassischen Disziplinen Physik, Chemie und Lebenswissenschaften, dass spannende, grundlegende Fragen fächerübergreifend und an den Schnittstellen dieser Disziplinen bearbeitet werden.
Von Modellsystemen über deren Umsetzung bis hin zu Materialien mit realen Mikrostrukturen und Anwendungsmöglichkeiten - so stellt sich die Entwicklungskette am MPI-MF dar. Wenn diese auch in erster Linie grundlagenorientiert ausgerichtet ist, so ermöglicht sie vielfach den Brückenschlag zur anwendungsorientierten Forschung. So steuert das Institut wesentliche Erkenntnisse zur Entwicklung von Materialien der Praxis bei, welche in die Bereiche Energie-, Transport-, Informationstechnologie und Lebenswissenschaften abstrahlen. Diese Basis für technische Innovationen drückt sich in lebendigen und erfolgreichen Industriekooperationen aus.
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